Einteilige Drehkippflügel wirken anders als schlanke Kastenfenster mit Mittelpfosten. Vertikal betonte Teilungen stehen häufig für spätklassizistische oder gründerzeitliche Fassaden, horizontale Bänder für Moderne. Zähle Scheiben, achte auf Profilierungen, und prüfe, ob Sprossen geklebt oder echte Trennungen sind, erkennbar an kleinen Distanzstücken im Glas.
Über jedem Fenster steckt Statik zum Ablesen. Ziegelbögen mit Wechsel im Verband, natursteinene Keilsteine, vorgesetzte Sturzschienen oder unsichtbare Stürze hinter Putzflächen erzählen von Bauweisen und Umbauten. Risse, die schräg zu den Ecken laufen, warnen dich vor später vergrößerten Öffnungen und nachgerüsteten Trägern.
Seitliche Pilaster, Giebel oder segmentbogige Bekrönungen markieren wichtige Adressen. Blattkapitelle sprechen für Jugendstil, Eierstab und Akanthus eher für Neorenaissance. Achte auf Tiefe und Materialmix: Natursteinbasis, verputzte Aufsätze, darüber Stuckkartuschen. In Restaurierungen bleiben Spuren sichtbar, etwa Bohrlöcher alter Ladenschilder über Portalen.
Seitliche Pilaster, Giebel oder segmentbogige Bekrönungen markieren wichtige Adressen. Blattkapitelle sprechen für Jugendstil, Eierstab und Akanthus eher für Neorenaissance. Achte auf Tiefe und Materialmix: Natursteinbasis, verputzte Aufsätze, darüber Stuckkartuschen. In Restaurierungen bleiben Spuren sichtbar, etwa Bohrlöcher alter Ladenschilder über Portalen.
Seitliche Pilaster, Giebel oder segmentbogige Bekrönungen markieren wichtige Adressen. Blattkapitelle sprechen für Jugendstil, Eierstab und Akanthus eher für Neorenaissance. Achte auf Tiefe und Materialmix: Natursteinbasis, verputzte Aufsätze, darüber Stuckkartuschen. In Restaurierungen bleiben Spuren sichtbar, etwa Bohrlöcher alter Ladenschilder über Portalen.
Suche nach Linien, die wie Ranken wachsen: geschwungene Türrahmen, florale Kapitelle, Glas mit irisierender Schicht. Auch asymmetrische Geländerfelder sprechen dafür. Auf Ladenportalen erscheinen oft geschriebene Lettern mit organischem Schwung. Zusammengenommen entsteht ein fließender Rhythmus, der mechanische Strenge bewusst unterläuft und Sinnlichkeit betont.
Die Gründerzeit liebt Fülle: Bossen, Zahnschnitte, kräftige Kränze. Neorenaissance ordnet diese Fülle strenger, mit klaren Gesimslinien und Antikenbezug. Achte auf Fensterverdachungen, Eierstab, Lorbeerkränze. Häufig verraten rhythmische Achsen und vertikale Betonung die Zeit. Materialwechsel im Sockel ergänzt die repräsentative Aussage zur Straße.
Reduktion bedeutet nicht Bedeutungslosigkeit. Glatte Flächen, bandartige Fenster, präzise Fugen und funktionale Beschläge zeigen Haltung. Suche nach seriellen Elementen, klaren Ecken, gelassenen Proportionen. Spätere Reparaturen wirken oft grober. Gerade dieser Kontrast macht die ursprüngliche Entschiedenheit fühlbar und lehrt sparsames, aber bewusstes Detail.
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